Eigenkapital

Was zählt alles zum Eigenkapital beim Immobilienkauf?

Eigenkapital ist der Anteil des Kaufpreises und der Nebenkosten einer Immobilie, den Käufer:innen aus eigenen finanziellen Mitteln ohne Kreditfinanzierung aufbringen.

Eigenkapital :

Das Eigenkapital ist ein entscheidender Baustein jeder Immobilienfinanzierung. Es beeinflusst nicht nur die Höhe der monatlichen Kreditrate, sondern auch die Zinskonditionen und die Finanzierungssicherheit.

Was zählt zum Eigenkapital?

Zum Eigenkapital gehören alle sofort verfügbaren, liquiden Mittel, darunter:

  • Guthaben auf Giro- und Sparkonten

  • Tages- und Festgeldanlagen

  • Wertpapiere (nach Verkauf)

  • Rückkaufswerte aus Lebensversicherungen

  • Bausparguthaben

  • Eigenleistungen am Bau („Muskelhypothek“) – nach Bankanerkennung

Warum ist Eigenkapital wichtig?

Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto geringer ist das Risiko für die Bank. Das wirkt sich in der Regel auf zwei Punkte positiv aus:

  1. Niedrigere Zinsen → geringere Finanzierungskosten

  2. Höhere Chance auf Kreditzusage

Wie viel Eigenkapital sollte man einbringen?

  • Optimal: Mindestens 20–30 % des Kaufpreises + Kaufnebenkosten

  • Minimal: Kaufnebenkosten (ca. 10–12 % des Kaufpreises)

  • Vollfinanzierungen sind möglich, aber mit deutlich höheren Zinsen und Risiken verbunden.

Eigenleistungen als Eigenkapital

Wer beim Neubau oder Umbau selbst mitarbeitet, kann den Gegenwert als Eigenkapital anrechnen lassen.
Die Bank bewertet dabei realistische Stundenlöhne und Fachkenntnisse. Typische Beispiele: Malerarbeiten, Bodenverlegung, Gartenbau.

Wirkung auf den Darlehenszins

Ein hoher Eigenkapitalanteil senkt den Beleihungsauslauf (Kreditbetrag im Verhältnis zum Immobilienwert) – und das ist einer der wichtigsten Faktoren für günstige Zinsen.

Risiken bei wenig Eigenkapital

  • Höhere monatliche Belastung

  • Mehr Zinskosten über die Laufzeit

  • Geringere Verhandlungsmacht bei der Bank

  • Höheres Risiko bei Wertschwankungen der Immobilie

Nebenkosten, die meist aus Eigenkapital gezahlt werden müssen

  • Grunderwerbsteuer

  • Notar- und Grundbuchkosten

  • Maklerprovision

  • Eventuell Modernisierungskosten vor Einzug

Eigenkapitalaufbau

  • Frühzeitiges Sparen über Tages- und Festgeld

  • Bausparvertrag

  • Sparpläne in ETFs oder Fonds (unter Berücksichtigung des Risikoprofils)

  • Schenkungen oder Erbschaften nutzen

  • Überprüfung bestehender Versicherungen auf Rückkaufswerte

Rolle von Rudkowski & Hag

Rudkowski & Hag – Ihr #Lieblingsmakler – unterstützt Käufer:innen nicht nur bei der Immobiliensuche, sondern auch bei der Finanzierungsplanung. Durch unser Netzwerk zu Banken und Finanzierungspartnern können wir helfen, den optimalen Eigenkapitaleinsatz zu planen und Zinsen zu optimieren.

Fazit

Eigenkapital ist der Schlüssel zu einer sicheren, günstigen und nachhaltigen Immobilienfinanzierung. Wer ausreichend Eigenmittel einbringt, profitiert von besseren Konditionen und mehr finanzieller Flexibilität.

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