Sachwertverfahren

Was versteht man unter dem Sachwertverfahren?

Das Sachwertverfahren ist ein Verfahren zur Immobilienbewertung, bei dem der Wert einer Immobilie anhand der Herstellungskosten des Gebäudes und des Bodenwerts ermittelt wird.

Sachwertverfahren:

1) Immobilienbewertung als Basis jeder Entscheidung

Ob beim Kauf, Verkauf oder zur Finanzierung – die Immobilienbewertung ist ein entscheidender Faktor. Nur wer den realistischen Marktwert kennt, kann gute Entscheidungen treffen. Das Sachwertverfahren ist dabei eine der drei gesetzlich anerkannten Bewertungsmethoden in Deutschland und eignet sich vor allem für selbstgenutzte Immobilien wie Einfamilienhäuser.

2) Grundprinzip des Sachwertverfahrens

Das Sachwertverfahren stellt die Frage: „Was würde es heute kosten, diese Immobilie neu zu errichten?“
Dazu werden die Herstellungskosten des Gebäudes berechnet, von denen die Alterswertminderung abgezogen wird. Zusammen mit dem Bodenwert ergibt sich der vorläufige Sachwert.

???? Kurz gesagt: Es handelt sich um eine kostenorientierte Wertermittlung, die nicht von Erträgen oder Vergleichsobjekten abhängt.

3) Abgrenzung zu anderen Verfahren

  • Vergleichswertverfahren: orientiert sich an Kaufpreisen ähnlicher Immobilien.

  • Ertragswertverfahren: berechnet den Wert anhand der zu erwartenden Mieteinnahmen.

  • Sachwertverfahren: basiert auf Herstellungskosten und Bodenwert.

Damit ist es besonders für Immobilien geeignet, die nicht zur Vermietung gedacht sind und für die es wenige Vergleichsobjekte gibt.

4) Für welche Immobilien ist das Sachwertverfahren geeignet?

Das Sachwertverfahren wird überwiegend eingesetzt bei:

  • Einfamilienhäusern und Zweifamilienhäusern, die selbst genutzt werden.

  • Individuellen Immobilien, die sich schlecht vergleichen lassen.

  • Gebäuden, bei denen der Ertrag (z. B. Mieteinnahmen) keine Rolle spielt.

Bei Mehrfamilienhäusern oder renditeorientierten Objekten ist hingegen oft das Ertragswertverfahren sinnvoller.

5) Faktoren der Berechnung

In die Ermittlung fließen verschiedene Parameter ein:

  • Bodenwert: ermittelt anhand des Bodenrichtwerts.

  • Herstellungskosten: nach den aktuellen Normalherstellungskosten für vergleichbare Gebäude.

  • Alterswertminderung: Abzug für Abnutzung und Alter des Gebäudes.

  • Marktanpassungsfaktor: sorgt dafür, dass der errechnete Wert an den aktuellen Immobilienmarkt angepasst wird.

Beispiel: Ein 30 Jahre altes Einfamilienhaus wird nach Herstellungskosten berechnet, anschließend wird die Wertminderung berücksichtigt, und schließlich wird der Bodenwert addiert.

6) Ablauf der Sachwertermittlung

  1. Bodenwert ermitteln (über Bodenrichtwertkarte).

  2. Gebäudenormalherstellungskosten berechnen.

  3. Alterswertminderung abziehen (abhängig von Baujahr und Zustand).

  4. Sachwert des Gebäudes + Bodenwert addieren.

  5. Anpassung an den Markt durch Sachwertfaktoren.

Das Ergebnis ist der Sachwert, der als Grundlage für Kaufpreisverhandlungen dient.

7) Vor- und Nachteile des Sachwertverfahrens

Vorteile:

  • Gut geeignet für selbstgenutzte Immobilien.

  • Objektive Berechnung auf Basis von Baukosten und Bodenwert.

  • Unabhängig von Vergleichsobjekten oder Mieterträgen.

Nachteile:

  • Rechenintensiv und komplex.

  • Marktanpassung oft schwierig, da Angebot und Nachfrage stark variieren.

  • Für Investoren weniger aussagekräftig, da Renditeaspekte fehlen.

8) Warum das Sachwertverfahren wichtig ist

Gerade beim Kauf oder Verkauf eines Hauses ist es wichtig, den realistischen Verkehrswert zu kennen. Viele Eigentümer neigen dazu, den emotionalen Wert ihres Hauses zu überschätzen. Das Sachwertverfahren bietet hier eine neutrale Berechnungsbasis, die Transparenz schafft.

Banken nutzen es zudem zur Beleihungswertermittlung, wenn Immobilien als Sicherheit für Kredite dienen.

9) Unterstützung durch Rudkowski & Hag #Lieblingsmakler

Als erfahrene Immobilienmakler wissen wir, wie wichtig eine präzise Bewertung ist. Das Sachwertverfahren gehört zu unseren täglichen Werkzeugen.

Wir von Rudkowski & Hag – Ihre #Lieblingsmakler unterstützen Sie bei:

  • der professionellen Wertermittlung Ihrer Immobilie,

  • der transparenten Erklärung, wie sich der Sachwert zusammensetzt,

  • der realistischen Einschätzung für Kauf- oder Verkaufsentscheidungen,

  • und der Begleitung bei Verhandlungen mit Käufern oder Banken.

So stellen wir sicher, dass Sie den bestmöglichen Preis erzielen und gleichzeitig fair am Markt agieren.

Fazit

Das Sachwertverfahren ist ein zentrales Instrument der Immobilienbewertung und besonders für selbstgenutzte Häuser geeignet. Es verbindet Bodenwert, Baukosten und Alterswertminderung zu einem realistischen Sachwert, der durch Marktanpassung den Verkehrswert widerspiegelt.

Mit der Expertise von Rudkowski & Hag – Ihren #Lieblingsmaklern erhalten Sie eine fundierte Bewertung, die nicht nur Zahlen liefert, sondern auch Klarheit für Ihre Immobilienentscheidungen schafft.

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